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Plaut Interview


05.12.2000
austrostocks.com

Alfred Raderer, Vorstand des österreichischen IT-Consulters Plaut (WKN 918703), war heute zu Gast im austrostocks Boardtalk und hat sich den Fragen der User gestellt.

Vor allem die künftige Ausrichtung sowie Maßnahmen, die zur Stärkung des Börsenkurses in einem negativen Umfeld beitragen könnten, haben die austrostocks-User besonders interessiert. Derzeit will Plaut vor allem seinen Platz behaupten und in weiterer Folge ausbauen: "Wir streben in allen Regionen an, unseren Anspruch als Full-Solution-Provider im Markt zu festigen und auszubauen. Darauf konzentieren sich auch unsere Akquisitionen", so Alfred Raderer auf die Frage nach der künftigen Ausrichtung. Generell sieht er einen wachstenden Bedarf nach Consulting "in Verbindung mit konkreter Umsetzung".

Gerade Akquisitionen seien ein wichtiger Teil von Plauts Geschäftsstrategie. Die Erlöse aus dem Börsengang werden auch explizit dafür in Anspruch genommen. So wurden im laufenden Geschäftsjahr bereits sechs Firmen übernommen und sechs neue Landesgesellschaften gegründet; weitere Akquisitionen schliesst Raderer nicht aus. Für weitere Akquisitionen stehen bereits genehmigte Aktien zur Verfügung.


Der Aktienkurs hat sich jedoch nicht zur vollen Zufriedenheit der Anleger entwickelt. Starke Mitschuld trägt hier sicherlich die aktuelle Marktsituation. Raderer beruhigt: "Die Großanleger haben in letzter Zeit eher dazu tendiert, ihre Bestände aufzustocken. Einen Kurs von um 20 Euro halten viele Großanleger nach wie vor für ein sehr gutes Niveau um einzusteigen oder nachzukaufen". Eine Seitwärtsbewegung sei in der derzeitigen Marktlage eine durchaus positive Entwicklung. "Wir sind jedoch der Meinung, dass ein Aufwärtstrend aus Marktstimmung und guten Ergebnissen erwartet werden kann".

Von einer Aufnahme in den Nemax50 sei man aber noch weit entfernt. "Natürlich wären wir gerne im Nemax50 vertreten. Bisher war dazu unser Handelsvolumen zu gering. Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit - und nicht zuletzt Aktivitäten wie der austrostocks.com Boardtalk - tragen dazu bei, die Präsenz von Plaut und damit hoffentlich auch die Aktienumsätze zu steigern", so Raderer zuversichtlich.

Der Marktplatz Neuer Markt hat für Raderer auch weiterhin Priorität. "Wir sind mit diesem Börseplatz auch nach wie vor zufrieden. Mittelfristig können wir uns ein Zweitlisting an der Nasdaq vorstellen; ein Listing in Wien hatten und haben wir jedoch nicht geplant".

Über die Zukunft des Unternehmens macht er sich keine Sorgen. Das Wachstum, das zu einem Drittel organisch und zu zwei Drittel aus Zukäufen erfolgen soll, soll weiter planmässig erfolgen. Raderer arbeitet auf die Erfüllung der Vorgaben hin: "In der derzeitigen Marktsitutation, wo zahlreiche Mitbewerber Ihre Ziele verfehlen, sehen wir es als positiv, dass wir unsere anspruchsvollen Ziele erreichen werden".

Die Versechsfachung des EBITDA (Neunmonats-Periode) führt er auf die höhere Auslastung seiner Berater zurück. "Ausserdem weisen wir einen großen Wachsstumsschub im beratungsunabhängigen Service-Geschäft, zu dem Services wie Outsourcing, Hosting von Anwendungen, WORKS-Lösungen und ASP zählt, vor". Nicht zuletzt habe sich die Situation auf dem weltweiten IT- und Beratungsmarkt entspannt, die neben der Jahr 2000-Problematik zu dem geringeren EBITDA im Jahr 1999 geführt hatte.




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